Rechnung in Word - ohne Excel

Mit etwas einfacher Makroprogrammierung lässt sich in Word auch ohne Excel rechnen und somit eine Rechnung erstellen. Das Tutorial zeigt in mehreren Teilen, wie sich eine Rechnung mit allem Drum und Dran erstellen lässt.
Rechnung in Word - ohne Excel
Filter in zwei oder mehr Spalten zu setzen, die nicht voneinander abhängig sind, ist mit den Filtermöglichkeiten, die Excel bietet, nicht möglich. Angenommen Sie haben eine Tabelle mit ein paar Städten, zwei verschiedene Kategorien und zugehörigen Umsätzen. Aktivieren Sie über das Menüband Daten in der Gruppe Sortieren und Filtern den
Zwei Filter setzen mit ODER(...)
Mir gefiehlen die guten alten Weblinks von Joomla nicht, als ich diese Site relaunchte. Beispielsweise war es nicht möglich die Sprache der verlinkten Site per Landesfahne zu kennzeichnen. Auch waren
SEBLOD: Weblinks mit automatisierten Screenshots

Excel-Lösungen

  • Tutorials zu Fragen rund um Excel
  • Teilweise mit Makroprogrammierungen.
  • Fertige Excel-Sheets mit Teillösungen zum Download
Excel-Lösungen
Dieses Tutorial steht im Downloadcenter (http://www.time4mambo.de/downloads/viewcategory/3.html) als PDF zur Verfügung Einfache Rechnung Einzelpostenauflistung, Zwischensumme, Gesamtsumme und Mehrwertsteuer – für den Geschäftsmann
Rechnungserstellung mit Word und Excel
Seit Joomla 3 ist das CSS-Framework Bootstrap fester Bestandteil in Joomla und kann für eigene Templates somit einfach benutzt werden. Auf time4jaoomla erfahren Sie, wie es geht.
Bootstrap mit Joomla
Original-Auszug aus dem Buch Die Überlegung: Wir haben eine Kulturredaktion, der eine Kategorie zugeordnet ist. Und wir haben eine Politikredaktion, die in zwei Kategorien schreibt. Beide Redaktionen sollen nur ihre eigenen Beiträge bearbeiten, veröffentlichen und löschen können. Außerdem bekommen beide Redaktionen noch einen Chefreakteur zur Seite, der in allen
Fallbeispiel: Redaktionssystem
Schaut man sich das erste Mal einen CSS-Befehl an, führt das meistens zu einem panischen Weiterklicken, weil das alles sehr kompliziert ausschaut. Aber eigentlich ist es das nicht. Bei genauer Betrachtung ist CSS eigentlich sogar selbsterklärend und wenn man eine Weile damit umgegangen ist, geht es schon beinahe wie von
Wie funktioniert CSS
Das Tutorial steht auf time4mambo zum Download bereit: http://www.time4mambo.de/das-unternehmen/downloads/category/11-joomla-1-5.html (http://www.time4mambo.de/das-unternehmen/downloads/category/11-joomla-1-5.html) Dieses Tutorial ist ursprünglich für Joomla! 1.5 geschrieben worden. So ich es derzeit überblicke hat das Tutorial aber auch in Joomla!
Community Builder
Grafische Rollovers mit dem JCE zu machen ist ja recht einfach, weil der JCE hier schon fertige Einstellmöglichkeiten sehr einfach mitbringt.Aber wie wird ein Rollover-Effekt bei einer Textmarke erzielt? Eigentlich genauso wie ein grafischer Rollover-Effekt - nur mit einem klitzekleinen Trick: Zunächst schreiben wir den Text: Lass uns was schreiben und mittendrin einen
Text-Rollover mit dem JCE
Dieses Tutorial steht als PDF-Download im http://www.time4mambo.de/webdesign/referenz.html (http://www.time4mambo.de/webdesign/referenz.html)
SEBLOD: Einführung am Beispiel eines selbsterstellten Portfolios

Newsletter

captcha 

Deutschsprachige Seblod-Community

Zu dritt haben wir die deutschsprachige SEBLOD™-Community gegründet. Neben Ressourcen und Webseiten , die mit SEBLOD™ gemacht sind, bieten wir ein Supportforum zu Fragen rund um SEBLOD™ an.

http://seblod.time4mambo.de

Selbst geschrieben

 Joomla Topsites

Wer Danke sagen möchte...

Schulungen

Langjährige Erfahrung als Dozent zu verschiedenen Themen.
Ich komme zu Ihnen in die Firma oder organisiere Räume vor Ort. Dazu steht mir ein Netzwerk aus vielen Jahren Tätigkeit als freier Dozent zur Verfügung.
Weitere Informationen, sowie Referenzen finden Sie auf der Firmenseite time4mambo

    MS-Excel
    2003 / 2007/ 2010
    MS-Project
    2003 / 2007
    MS-Word
    2003 / 2007 / 2010
    MS-PowerPoint 2010
    Joomla! 1.5 / 2.5
    Körpersprache für Präsentation und zur verkaufsfördernen Motivation

    Weitere Themen auf Anfrage

Interesse? Lust? Zeit? Dann freue ich mich über eine eMail oder Anruf.
Kontaktdaten im Impressum


Newsletter

Nach Bestätigung des Buttons wird eine Bestätigungs-eMail versendet, die Sie bitte durch anklicken bestätigen. So kann Missbrauch mit Ihrer eMail-Adresse ausgeschlossen werden

Nachfolgend mein Vortrag zum Thema "Barrierefreiheit" auf den Joomladays 2011 am 2./3. September in Hamburg

 

 

start

Als vor einigen Monaten die Liste der Sprecher noch recht überschaubar waren für den Joomladay und auch noch Themen gesucht wurden, habe ich das Thema "Barrierefreiheit" dort einfach mal vorgeschlagen. Danach hörte ich lange Zeit nichts mehr.  Später druckste man etwas rum, war offensichtlich nicht wirklich begeistert, aber da ich mich auch bereit zeigte, über andere Themen etwas zu erzählen, war man schließlich dann doch einverstanden mit diesem Thema.

Ein Thema, dass ich zwar viel lieber gestern auf dem Bussinesday vorgetragen hätte - die Gründe dafür folgen gleich - und auf keinen Fall parallel zum Vortrag von Alexander Schmidt, der einen Raum weiter gerade was zum Thema "Templating" erzählt - weil ich mir den sehr gern selber angehört hätte und weil "Barrierefreiheit" und "Templates zusammenbauen" ja durchaus etwas miteinander zu tun haben.

Aber nicht das das falsch verstanden wird: Die Organisatoren des Joomladays machen einen richtig geilen Job! Und das es Überschneidungen bei so vielen tollen Referenten gibt, bleibt nicht aus. Und das das Thema "Barrierefreiheit" eher was für ein paar vereinzelte Webentwickler ist, die gern mal übern Tellerrand hinausblicken – scheint leider so zu sein. Dieses Thema ist einfach nicht so wirklich in den Köpfen, die Relevanz wird als eher gering eingestuft.
Relevanz!

…ein gutes Stichwort, wie ich finde. Versucht man die Relevanz im Internet näher zu erkunden, stellt man fest, dass das gar nicht so einfach ist. Ich bin schnurstracks zum Bundesamt für Statistik marschiert. Das erste, was ich dort fand, war eine Statistik über Kriegsversehrte in Deutschland. - Leider stand nicht bei aus welchem Krieg die Opfer stammten…

Nach einigem Suchen fand ich dann aber doch was Gescheites, was uns ein wenig weiter hilft bei der Relevanz.

 

statistik
9,6 Millionen Menschen nur in Deutschland. Das entspricht 11,7% unserer  Bevölkerung.

Aber das stimmt ja nicht wirklich. Das sind ja nicht alles Menschen, die überhaupt im Internet unterwegs sind und dann sind da ja auch alle Behinderungen zusammengefasst. Also auch die, die völlig problemlos Maus und Tastatur bedienen können. Dann kommen aber noch all die dazu, die gar nicht erst von solchen Statistiken erfasst werden, weil sie zum Beispiel einfach nur Älter werden und damit das ein oder andere "Zipperlein" mitbringen, dass jedoch deutliche Beeinträchtigungen bedeuten können, die für uns Webentwickler wiederrum interessant sind. Ich denke da einfach mal an die ein oder andere Augenkrankheit oder auch schlicht, dass das Sehvermögen abnimmt. Ich selber trage schließlich auch eine Brille und leide bei manchen Webseiten bereits mit. Dabei ist das bei mir noch völlig harmlos und ich komme mit Sicherheit nie in so eine Statistik damit.

Also: 9,6 Millionen Behinderte, wo einige rausfallen, weil sie für uns keine Beeinträchtigung mitbringen, die relevant für uns als Webentwickler sind plus einiger nicht wirklich zu erfassender Menschen, die im Laufe ihres Lebens bestimmte Beeinträchtigungen bekommen, die nicht unter den Begriff "behindert" fallen - Minus und Plus - der Einfachheit bleibe ich damit bei den 9,6 Millionen.

Laut der ARD-ZDF-Onlinestudie  sind in diesem Jahr (also 2011) 73,3% der Bevölkerung Online.  Lege ich diese Zahl bei unseren Behinderten zugrunde, kommen wir auf ca. 7,04 Millionen behinderter Menschen in Deutschland, die für uns relevant sind.

relevanz


Nun gut, nun haben wir also herausgefunden, dass es durchaus Sinn macht, sich mit diesem Thema näher zu befassen. Zwar sind 11,7% auf den ersten Blick nicht sehr viel - aber in konkreten Zahlen ist das dann doch eine ganz schöne Stange Mensch.

Schön wäre ja, wenn alle die gleiche Behinderung hätten. Doch leider splittet sich diese ermittelte Zahl weiter auf in eine ganze Menge möglicher Behinderungen. Und es gibt da wirklich sehr viele Variationen. Und es gibt auch sehr viele Variationen, die uns Webentwickler das Leben schwer machen.

Es gibt zum Beispiel Menschen, die Beeinträchtigungen in Arm und Hand haben und für die es unmöglich ist, eine Maus oder uns bekannter Tastatur zu benutzen

Hilfsmittel für Behinderte


Wie auf dieser Folie zu sehen, gibt es da einige Geräte, die auf uns Nichtbehinderte doch recht seltsam wirken.

Die Braillezeile können wir uns nachher noch etwas genauer ansehen. Dieter hat seine mitgebracht und wird uns nachher auch mal die wundersame Welt eines Screenreaders vorführen.

Für uns Webentwickler wird das Dilemma unter dessen immer größer:
•    Eine relevante Relevanz
•    Viele unterschiedliche Beeinträchtigungen
•    Merkwürdige Gerätschaften, die unsere mühsam gestalteten Webseiten malträtieren

Was können wir also tun?

Ich denke, was wir relativ einfach nachvollziehen können, sind Menschen mit Sehbeeinträchtigungen von leicht bis schwer - vom grauen Star im Frühstadium bis zur völligen Blindheit. Einfach deshalb, weil wir ja einfach nur unsere Augen mal schließen brauchen, wenn wir das nächste Mal unsere Website betrachten.

Alles schwarz


Hier seht ihr gerade eine Vorschau auf Joomla 3.5 im Frühstadium. Wie ihr deutlich sehen könnt……

Tschuldigung. Kleiner Scherz…

Aber tatsächlich ist es so. Ein Blinder sieht nichts. Klingt vermutlich ziemlich doof, wenn ich das so sage. Aber versucht euch jetzt mal auf eurer Webseite zurechtzufinden. Wenn ihr euch das nächste Mal in eurem Backend angemeldet habt, dann versucht mal irgendwas sinnvolles dort zu tun, wenn ihr dabei eure Augen geschlossen habt. Legt doch mal einen neuen Beitrag an oder einen neuen Menüverweis. Wenn euch das zu schwer ist, dann versucht auf eurem Frontend mal einen Menüverweis auszuwählen. Zum Beispiel euer Impressum. Aber nicht heimlich gucken zwischendurch!

Abe ihr habt ja Recht, ein Blinder hat ja ein Gerät mit dabei, dass ihm hilft. Sei es ein Screenreader, der die Seite ganz real vorliest oder ein Brailledisplay, welches alles in Blindenschrift ausgibt.

Blindenschrift besteht aus maximal sechs Punkten.

Blindenschrift


Nun wissen wir auch endlich, warum die Braillezeile Braille heißt. Louis Braille war der Erfinder der Blindenschrift. Zumindest dieser Version.

Sechs Punkte, mit denen ein Blinder ganze Webseiten und mehr liest. Die Braillezeile gibt noch zwei weitere Punkte aus - für kursiven, fetten oder unterstrichenen Text. Wohlgemerkt gibt es keine Auskunft darüber, was fett, was kursiv und was unterstrichen ist. Lediglich die Information, dass eines dieser Merkmale gerade zutrifft - aber nicht welches.

Da gibt es ganze Webseiten, die ausnahmslos fett, unterstrichen oder kursiv sind. Im schlimmsten Falle auch alles gleichzeitig - und ein Blinder muss sich durch permanenten acht Punkten quälen.

Ich bin ja immerhin schon mal Brillenträger. Und es gibt Bücher, die sind so klein geschrieben, dass ich sie kaum lesen kann. Manchmal muss ich dann doch mal sowas lesen und habe dafür dann eine Lupe griffbereit liegen. Manche Bücher sind aber auch einfach nur irgendwie falsch gesetzt oder was auch immer. Ich kann das lesen, aber es strengt mich wirklich an.

Ich kann das nicht beurteilen, wie das bei einer Braillezeile ist - ob das mit der Zeit auch anstrengend ist mit dem lesen. Aber wir können ja in Zukunft rein vorsichtshalber ein wenig auf unsere Textformatierungen achten.

Textformatierung

Das ist die Zeilenhöhe, das ist en sparsamer und bewusster Umgang mit Fett und Kursiv (Unterstreichungen macht man ja eigentlich nicht, wegen der Verwechslung zu einem Verweis).

Dann haben wir ja jetzt alle so schöne Monitore und wollen natürlich die ganze Breite auch ausnutzen. Leider vergessen dabei einige, dass andere Monitore durchaus auch andere Auflösungen, als man selber hat, haben. Da geht dann eine Zeile schon mal über 1920 Pixel. Was vorher noch ein schön designter Absatz war, ist jetzt zum Einzeiler mutiert. Und der ist gar nicht mehr so einfach zu lesen. Da verliert das Auge gern mal die Zeile, rutscht unkontrolliert über die Website und hat Schwierigkeiten den Inhalt zu erfassen.
Wobei das bereits für einwandfrei Sehende gilt…

Und was nutzt uns eine wunderschön gestaltete Website, wenn wir dann bei den Texten wieder schlampen. Ich entschuldige mich mal vorsichtshalber für meine harsche Kritik, aber tatsächlich sind die Texte und deren Formatierungen an einer Website oft genug das Schlechteste, zumindest meist "liebloseste" Teil. Obwohl doch die Inhalte doch eigentlich das Wichtigste sein müssten…? Nicht selten entscheiden diese darüber, was der Besucher unserer Seite denn eigentlich genau macht.

Natürlich hängt auch alles mit der Navigation zusammen. Für Behinderte kann es eine ungeheure Hilde sein, wenn Verweise ein ausgefülltes Titel-Attribut haben.

Textformatierungen


Sauberer Code

…ist völlig unwichtig. Ein Irrglaube, der sich hartnäckig hält und mit der Behauptung gipfelt, dass sowohl Suchmaschinen, als auch Screenreader sauberen Code honorieren. Tatsache aber ist, dass Suchmaschinen Text indizieren. Mehr machen die nicht. Die suchen also akribisch den Teil auf einer Website, der nicht in spitzen Klammern eingefasst ist. Ob der fett, kursiv oder unterstrichen ist, grün, blau oder rot leuchtet, ob der groß oder klein geschrieben ist – alles vollkommen unwichtig. Und so wie das die Suchmaschine macht, macht das auch ein Screenreader oder eine Braillezeile. Lediglich wenn man mal vergisst seine HTML-Tags zu schließen kann es problematisch werden.

Beispiel für fehlerhaften Code

Was jedoch wichtig ist, ist die Struktur der Website. Eine saubere und sinnvolle Hierarchie der Textelemente / Überschriften, Titel-Attribute bei Verweisen und ein sinnvoll bestücktes alt-Attribut bei Grafiken sind sehr wichtig. Screenreader bieten meist Möglichkeiten, diese Strukturen auszugeben und gezielt danach zu suchen, bzw. anzuwählen. Bei Grafiken muss man stets daran denken, dass die ein Blinder schlicht und ergreifend nicht sehen kann und auch kein Screenreader dieser Welt in der Lage ist, zu erklären, was man auf dem Bild sieht. Weshalb das alt-Attribut sehr wichtig ist. das sollte was sinnvolles drin stehen.

title- und alt-Attribute


Schriftgröße ist eine komplizierte Sache. ZUm einen weiß man ja nicht, welche Auflösung der Benutzer unserer Webseite hat und zum anderen ist die nicht ganz unwichtig für ein gutes Design.

Viele packen diese berüchtigten Schrift größer/kleiner-Module auf ihre Website und damit sit dann meist gut.

Wenn man nun bedenkt, dass jeder moderne Browser heutzutage das viel besser kann und mit einfachen Tastaturkürzel (meist STRG +/-) das sehr einfach und komfortabel gestaltet, fragt man sich natürlich bei den allermeisten Webseiten, wozu die Dinger eigentlich da sind. Ich denke mal, die meisten wollen damit ihr Gewissen beruhigen – "Meine Website ist aber sowas von Barrierefrei – hat schließlich ein Schriftgrößer / -kleiner Modul!"

Sinn machen diese Teile aber wirklich nur dann, wenn man sie bewußt einsetzt. Man kann Schriftgrößen statt beispielsweise in Pixel oder Point, auch in em schreiben.
em = steht für bezogen auf die Schriftgröße des Elternelements

Damit kann man nun sehr gezielt dafür sorgen, dass nur bestimmte Bereiche größer oder kleiner werden und nicht auch grafische Elemente, denn der Browser vergrößert pauschal alles. Somit kann ich also bestimmten inhaltlichen Text vergrößern, ohne das ich dabei das Design zerstöre.

Beispiel für die Maßeinheit em

Ein blinder hätte mit diesen Maßnahmen schon mal gute Chancen sich auf der Website zurecht zu finden.

Anders bei Gehörlosen.

Wie? Gehörlose können doch sehen und alles machen – wo soll da denn ein Problem sein?
Recht so! YouTube braucht sowieso keiner!

In der heutigen Zeit werden Webseiten immer medialer. Videos beinhalten wichtige Informationen und wer die nicht hören kann, hat oft genug einfach eine Informationsquelle weniger.

Wer wirklich wichtige Informationen in einem schicken Video unterbringt, aber vergisst, dass eine nicht unerhebliche Gruppe potenzieller Kunden die nicht hören kann, könnte damit ein paar Millionen potenzieller Kunden ganz einfach weniger haben.

Drum machen untertitelte Videos Sinn oder zumindest den gesprochenen Text noch einmal als Textfile oder als HTML-Seite abzudrucken.
So ganz am Rande tut man dann auch gleich was für die Suchmaschinenoptimierung.

Bleibt nun eigentlich noch die Gruppe derer, die Schwierigkeiten mit Maus und Tastatur haben.

Je kleiner irgendwelche Icons sind, die angeklickt werden müssen, je schwieriger wird das Ganze. Wobei ich selber da auch manchmal Treffprobleme habe. So ist es ja nicht. Wichtig sind also klare Strukturen. Eine saubere Navigation. Erkennbar, was wofür steht und was man da findet unter den Verweisen.

Klare Strukturen - wie man es nicht machen sollte
Bei genauer Betrachtung schließt sich da gerade ein Kreis. Wenn eine saubere Navigation gebaut wird, dann profitieren eigentlich alle davon:

  • Körperbehinderte
  • Blinde
  • Nichtbehinderte
  • Suchmaschinen

Klare Texte in den Verweistexten. Dort keine langen Texte, Titel-Attribute setzen, das gilt auch ganz besonders bei grafischen Navigationen.

Beispiel: So ist das wirklich klar
Formulare können Übrigends eine beinahe unüberwindbare Barriere darstellen.

Zum einen werden gerade dort sehr gern Captchas eingesetzt – die selbst ich meist kaum entziffern kann. Wenn denn schon unbedingt ein Capcha sein muss, dann bedenkt bitte zweierlei:

Zum einen knacken Spambots heutzutage so ziemlich jeden Capcha und zum anderen können sehr viele Menschen nicht wirklich mit diesen Teilen umgehen. Auch nichtbehinderte – wie gesagt: ich bin einer, der sich als Capchaunfähig outet, haben oft genug große Probleme diese Teile zu bedienen. Zu klein, Wörter, die ich noch nie gehört habe, zu undeutlich, farbschwächen/-blindheit und und und.

Wichtig: Die Dinger müssen auch vorgelesen werden können. Dort macht aber zuvor einen Selbsttest. Einen Capcha hatte ich mal, der wurde mir mit Hintergrundgeräuschen vorgelesen- da habe ich noch weniger verstanden, als ich nicht gesehen habe.

Zwar ist ja beabsichtigt, dass ein Capcha nicht jeden Zutritt gestatten soll, aber das kann auch ganz gewaltig nach hinten losgehen.

Und dann die Formulare selber. Weiß ich, was sich der Ersteller dabei gedacht hat, wenn er Felder ohne Label anzeigt oder mit Bezeichnungen, die ich einfach nicht verstehe? Und wo zum Henker ist jetzt das Pflichtfeld, dass ich übersehen habe….ja, wo ist es denn… - das ist ganz besonders ein Problem bei mehrseitigen Formularen.

Und dann hat man endlich alles ausgefüllt und möchte das Formular abschicken.
Wenn man eine Maus hat, ist das auch meist kein Problem…
Und wenn man keine hat?

Es gibt Tastaturkürzel für eine Website. Jeder Browser hat freundlicherweise natürlich einen anderen Kürzel, der dann mit dem von mir zugewiesenen Kürzel entsprechend kombiniert werden kann.

Tastaturkürzel auf einer WebsiteStatt eine feste Tastatur zu zuweisen, kann man auch den Tabindex bestimmen. Somit lassen sich die Verweise auch mit der Tabtaste anspringen. Allerdings sind die Browserelemente ebenfalls mit der Tabtaste erreichbar, so dass diese Technik zwar funktioniert, aber nur bedingt sinnvoll ist.

Eigentlich ist es gar nicht so schwer eine Website zumindest mit einfachen Mitteln bereits für eine große Zahl von Besuchern zugänglich zu machen. Und bei vielen Dingen profitiert die Website ohnehin davon, weil die Navigation plötzlich eine verbesserte Usabillity aufweist, die Texte klarer strukturiert sind, der Informationsgehalt der Website viel besser als zuvor erfasst wurde und die Suchmaschinen freuen sich auch noch so ganz nebenbei – was den Webseitenbetreiber wiederrum freut.

Bei den allermeisten Webseiten ist das hier eine freiwillige sache. Wer zu all dem keine Lust hat und dem das alles egal ist, der braucht es nicht zu machen. Allerdings gibt es sogar einen Erlass, dass Webseiten von Staat, Land und Kommune barrierefrei zu sein hat!

Wer schon mal versucht hat, einen Job über die Arbeitsamtsseiten zu bekommen, muss sich entweder fragen, ob man die Nichtbehinderten jetzt ausgeklammert hat oder ob Behinderte die Site auch nicht vernünftig bedienen können? Der Staat unterhält eine Website, da stehen Tastaturkürzel drauf, die angeblich im Internet Explorer funktionieren sollen. Bis auf eine geht da aber sonst nichts. Ich denke, ich könnte die Beispiele hier beliebig fortsetzen. Theoretisch müsste man diese Seiten eigentlich abmahnen können…

Für kommerzielle Projekte muss man sicherlich auch stets ein wenig abwiegen, wer die Klientel der Website ist, um an einigen Stellen entsprechende Entscheidungen zu treffen. So gibt es ja auch beispielsweise Menschen, die Schwierigkeiten haben, lange Texte geistig zu erfassen. Oder generell Texte. Manche Texte sind so kompliziert geschrieben – auch dann, wenn sie eigentlich einen klaren Sachverhalt beschrieben. Einen Text leicht zu schrieben ist aber tatsächlich gar nicht so einfach. Denn man muss da einiges bei beachten, man muss das richtig lernen. Es gibt unter anderem Übersetzer, die solche Texte bewusst einfach schrieben. dennoch kann man aber mal seine eigenen Texte selber abprüfen und stets nie von sich auf andere schließen.

Zusammenfassung leichter Text

  • Kurze Sätze
  • Nebensätze vermeiden
  • Fremdwörter vermeiden oder zumindest erklären
  • Texte klar strukturieren

Und die Quintessenz des Ganzen:
Eigentlich ist Barrierefreiheit – oder besser: barrierearm  - gar nicht so schwierig, wenn man einige recht einfache Dinge berücksichtigt

Und man sollte nie die Relevanz vergessen:
Man stelle sich vor, man betreibt einen Onlineshop oder eine andere kommerzielle Website, wo man versucht Umsätze zu generieren - und viele dieser Seiten verzichten auf 7,04 Millionen potenziellen Kunden.


In Karlsruhe gibt es derzeit ein recht interessantes Projekt:
Das Sehbehindertenzentrum erstellt in Zusammenarbeit mit der Universität Aachen ein Wissensportal für Behinderte mit Joomla. Unter anderem versucht man dort das Backend wirklich barrierefrei zu bekommen. Dieter arbeitet an dem Projekt mit und kann euch da sicherlich viel mehr zu erzählen. Dieter ist blind und hat uns nicht nur seine Braillezeile mitgebracht, die die Website in Blindenschrift umwandelt und uns erlaubt, das wir da auch mal versuchen, was zu ertasten, - er hat uns auch seinen Screenreader mitgebracht und wird uns mal einige Webseiten demonstrieren, wie die mit einem Screenreader klingen.

Ich denke, spätestens dann ist klar, dass es Sinn macht, das wir ein wenig darauf achten, was wir tun. Kommerziallität hin oder her – einfach mal eben so ein paar Millionen Menschen vom Internet auszuschließen, erscheint mir nicht so doll.

Gestern abend erreichte mich noch eine PM im Joomlaportal. Der User Olcay beschäftigt sich auch mit dem Thema und hat angeregt eine Arbeitsgruppe zugründen, wo das ein oder andere zum Thema Barrierearmut zusammengetragen wird. Ich persönlich finde die Idee recht interessant. Wer von euch Lust hat, dort mitzuarbeiten oder einfach mal rein schnuppern möchte, der kann sich ja einfach mal melden bei mir. Und dann schaun mer mal…

 

Nachtrag: Die Gruppe wurde mittlerweile gegründet und kann über diesen Link erreicht werden:
http://groups.google.com/group/barrierearmes-joomla


webdesign von time4mambo

www.time4joomla.de is not affiliated with or endorsed by the Joomla! Project or Open Source Matters. The Joomla! name and logo is used under a limited license granted by Open Source Matters the trademark holder in the United States and other countries.